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Friedhofs- und Voodookult

New Orleans liebt seine Friedhöfe. Möglicherweise hat das damit zu tun, dass man hier am Mississippi eine etwas andere Einstellung zum Tod hat. Vielleicht aber auch damit, dass man auf den Friedhöfen herum wandern kann wie in kleinen Städten. Im sumpfigen New Orleans mussten die Toten früher nämlich über der Erde bestattet werden. Und weil die reichen Einwohner der Stadt Wert auf posthumen Stil legten, stehen auf den Friedhöfen heute Grabmale, die wie Grab-villen aussehen. In den unterschiedlichsten Baustilen. Es gibt gotisch inspirierte Gräber und neo-klassizistische. Einige sehen aus, als gehörten sie eigentlich nach Ägypten.

Eines der meist besuchten Gräber in den kompletten Südstaaten aber ist ein ganz schlichtes. Es steht auf dem St.Louis Cementery #1 und soll die sterblichen Überreste von Madame Laveau enthalten, der berühmten Voodoo-Queen. Nur zur letzten Ruhestätte von Elvis in Memphis pilgern noch mehr Menschen. Aber der war ja auch ein King.

Voodoo hatte lange Zeit einen schlechten Ruf. Daran war vor allem Hollywood Schuld, das mit Untoten und nadelgespickten Stoffpüppchen billige Horror-Geschäfte machte. Mit solchem Hokuspokus hat wirkliches Voodoo natürlich nichts zu tun – immerhin handelt es sich dabei um eine komplexe Religion. Voodoo vermischt römisch-katholische Rituale mit einer Vielfalt afrikanischer Glaubens- und Magie-Elemente. Die wurden von den verschleppten Sklaven nach Haiti mitgebracht. Von dort gelangte Voodoo dann nach New Orleans, das im 19. Jahrhundert zur „Voodoo Capital of the US" wurde.

Nach Jahrhunderten der Verbote ist Voodoo in New Orleans heute akzeptiert und hat viele Anhänger. Wer sich für die Religion interessiert, sollte im „Voodoo Museum" vorbei schauen, dem einzigen seiner Art in den USA. Der in den Souvenir-Läden des French Quarters erhältliche Gris Gris-Ramsch dagegen hat – man ahnt es - mit wahrem Voodoo ebenso wenig gemeinsam wie die Zombie-Filme aus Hollywood.