Kultureller Schmelztigel

CAJUNS

Die Cajuns waren nie langfristige Siedler in der Stadt New Orleans. Sie bevorzugten ländliche Gebiete und ließen sich im Süden Louisianas, westlich von New Orleans, nieder. Das heutige Cajun Country erstreckt sich bis hin zur texanischen Grenze. Nichtsdestotrotz ist ihr Einfluss überall in Louisiana spürbar, auch in New Orleans.

Das Wort “Cajun” kommt von “Acadia”, dem Namen der maritimen kanadischen Provinzen einschließlich Nova Scotia, die von französischen Einwanderern in frühen Kolonialzeiten besiedelt wurden. Im Gegensatz zu den Briten, die 1713 die Kontrolle über die Kolonien erlangten, wurden die französischen Akadier schließlich ins Exil gezwungen – ein Ereignis namens “Le Grand Dérangement“.

Ein paar hundert Akadier landeten ein Jahrzehnt später im französischsprachigen New Orleans. Da sie das ländliche Leben bevorzugten, wandten sie dem Stadtgebiet recht schnell wieder den Rücken zu und ließen sich in Louisiana nieder, wo sie als Fischer und Jäger in den sumpfigen Bayou-Gebieten ihr Auskommen suchten und von der Landwirtschaft lebten, wenn die Landschaft es zuließ. Ihre alten Traditionen und ihre Sprache wurden von Louisianas Einflüssen geprägt und geformt und verschmolzen so zu einer neuen kulturellen Identität der Cajun.

Während die traditionelle kreolische Küche ihre Inspiration aus Europa hat, ist die rustikale Cajun-Gastronomie in South Louisiana fest verwurzelt und wurde vor allem durch den bereits verstorbenen Küchenchef Paul Prudhomme vom Restaurant K-Paul’s berühmt. Für seine pikant gewürzten oder „geschwärzten (blackened)“  Gerichte ist Prudhomme in den gesamten USA bekannt – Fleisch oder Fisch, die kurz in glühend heißen, gusseisernen Pfannen angebraten werden. Gumbo, Étouffée und Jambalaya sind weitere traditionelle Gerichte mit Cajun-Einfluss, die überall in New Orleans zu finden sind. Die New Orleanians, die Cajun-Traditionen angenommen haben, lieben es, während der Crawfish (Flusskrebs)-Saison im Frühjahr eine „Crawfish Boil“ zu veranstalten. Hier werden die leckeren Flusskrebse gemeinsam mit Familie und Freunden zubereitet und verzehrt. So wird aus einem einfachen Kochvorgang schnell ein geselliges Ereignis, bei dem oft auch die musikalische Unterhaltung Musik nicht fehlen darf.

Für traditionelle Cajun-Klänge werden Geigen, Gitarren und Akkordeons verwendet, im Two-Step oder Walzertakt gespielt, begleitet von Gesang mit Cajun-französischen Texten. Obwohl streng genommen nicht Cajun, ist Zydeco, die Blues- und Tanzmusik von Louisianas kreolischer Bevölkerung, den französischsprachigen Schwarzen der Parishes im Süden und im südwestlichen Teil Louisianas, der Cajun-Musik doch sehr ähnlich.

Cajun und Zydeco Musiker spielen häufig in New Orleans’ Clubs und auf Festivals, einschließlich der sehr beliebten „Fais Do Do” Bühne beim Jazz Fest. Man muss nur durch das French Quarter und das Marigny Viertel spazieren, um den Klang von Zydeco aus Clubs und Geschäften zu hören, der unbestreitbare Beat von „Laissez les bon temps rouler“.

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